Neuerscheinung
13. Juni 2024

Hermann Grees (Bearb.): Das Salbuch der Herrschaft Helfenstein in Besitz der Reichsstadt Ulm (1415–1424). Aus dem Nachlass herausgegeben und eingeleitet von Andre Gutmann

Ulm gehört zu den wenigen süddeutschen Reichsstädten, die bereits im Spätmittelalter ein bedeutendes Territorium aufbauen konnten. Dazu erwarben die Bürger 1396 von den Grafen von Helfenstein(-Wiesensteig) deren Herrschaft Helfenstein mit der gleichnamigen Burg, der Stadt Geislingen an der Steige und über 25 Dörfern im weiteren Umfeld sowie Gerichten, Zöllen und Waldarealen. In den Jahren 1415 und 1416 fertigte die Ulmer Stadtkanzlei auf Basis einer älteren Vorlage ein umfangreiches Verzeichnis der Bestandteile dieser Herrschaft an, das „Salbuch der Herrschaft Helfenstein“, das in zwei Schritten 1418/20 und 1423/24 unter der Leitung des Stadtschreibers Ambrosius Neithardt auf den jeweils aktuellen Stand gebracht wurde. Mit zahlreich enthaltenen Orts- und Flurnamen sowie über 1200 Namen einzelner Personen stellt das Salbuch eine herausragende Quelle der siedlungs- und sozialgeschichtlichen Erforschung der östlichen Schwäbischen Alb dar, mit Schwerpunkt im mittleren und oberen Filstal, dem Nordrand der Lonetal-Kuppenalb und dem Albuch. Darüber hinaus liefert es grundlegende Informationen zur Entwicklung des Ulmer Territoriums im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts wie auch der Wirtschafts- und Verwaltungspraxis der Reichsstadt in dieser Zeit.

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Neuerscheinung
13. Juni 2024

Christiane Kuller/Joachim Scholtyseck/Edgar Wolfrum (Hgg.): Zwischen regionaler Selbstbehauptung und „Verreichlichung“. Beiträge zu Machtverhältnissen und Verwaltungskultur in den badischen und württembergischen Landesministerien in der Zeit des Nationalsozialismus

Der abschließende zweite Band des Forschungsprojekts „Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ beinhaltet Fallstudien, die die Handlungsspielräume und Funktionsweisen der beiden Länderverwaltungen systematisch und ressortübergreifend während der NS-Herrschaft beleuchten. Die Beiträge sind dabei um mehrere Problemfelder gruppiert: Konflikt und Kooperation mit der Reichsebene im Prozess der „Verreichlichung“; Personalstruktur und Karrierewege der Beamten in den Landesverwaltungen; Probleme ausgewählter Politikfelder wie der Hochschul- oder der Kulturpolitik; die Beteiligung der Landesministerien an den NS-Verbrechen, etwa an der Verfolgung politischer Gegner oder der Vernichtung der Juden sowie schließlich Aspekte, die über 1945 hinausragen und Fragen der Entnazifizierung, Wiedergutmachung oder der Nachkriegskarrieren der in der NS-Zeit tätigen Beamten betreffen.

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Meldung
7. Mai 2024

Tagungsbericht erschienen

Der Bericht zur Tagung „Akteure des Bauernkriegs im deutschen Südwesten. Motive – Strategien – Kommunikation – Lernerfahrungen“, die vom 7. bis 9. März 2024 von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in BW und der Gesellschaft Oberschwaben veranstaltet wurde, ist online bei H/Soz/Kult erschienen. Der Tagungsband wird in der Reihe B der Kommission für geschichtliche Landeskunde erscheinen.

Die Tagung in Bad Waldsee war der Auftakt zu den vielen Veranstaltungen im Gedenkjahr „500 Jahre Bauernkrieg“ im Jahr 2025. Sigrid Hirbodian betonte am ersten Tagungstag, dass anschließend an das letzte große Bauernkriegsgedenkjahr 1975, dieses Symposion inmitten des Aufstandszentrums Oberschwaben zum Ziel habe, durch die Untersuchung zentraler Akteursgruppen neue Forschungsimpulse zu setzen. Zwar erwarte sie keinen Paradigmenwechsel wie im letzten großen Gedenkjahr 1975, zu vielfältig seien die Ansätze der Forschenden und Vortragenden. Doch sei eben diese Fülle an Zugängen eine Chance, den Bauernkrieg durch diese neuen Facetten in neuem Licht zu betrachten.

Der ausführliche Tagungsbericht: H/Soz/Kult