Aktuelles
Tagungsbericht20. Juni 2026
Tagungsbericht erschienen
Am 23. und 24. April 2026 veranstaltete das Historische Seminar, Abt. Landesgeschichte, der Universität Freiburg die Tagung „Nach dem Klosterbuch ist vor der Forschung – Ergebnisse und offene Fragen aus der Arbeit am Badischen Klosterbuch“. Die Initiatoren, Prof. Jürgen Dendorfer, Prof. Wolfgang Zimmermann und Prof. Matthias Untermann, boten die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Gespräch über Ergebnisse und Desiderate, die sich aus der Arbeit am Badischen Klosterbuch ergeben haben. Beabsichtigt wurde mit dem Austausch, weitere Forschungen zu Klöstern in Baden anzuregen. Die Tagung wurde unterstützt von der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg und dem Kirchengeschichtlichen Verein der Erzdiözese Freiburg.
Der ausführliche Tagungsbericht ist nachzulesen auf H/Soz/Kult.
12. Mai 2026
Jens Brückner, Erwin Frauenknecht, Andreas Odenthal (Hg.): Gottesdienst auf der Klosterinsel Reichenau. Zeugnisse eines spätmittelalterlichen Liber Ordinarius
Für eine Geschichte des Gottesdienstes auf der Klosterinsel Reichenau stehen nur wenige liturgische Quellen aus dem frühen und hohen Mittelalter zur Verfügung. Deshalb kommt dem in der Karlsruher Badischen Landesbibliothek befindlichen spätmittelalterlichen Liber Ordinarius besondere Bedeutung zu, der von Prior Gregor Dietz in den Jahren 1548–1559 verfasst wurde. Von ihm ausgehend wird das sakraltopographische System der Markusbasilika mit seinen Altarstellen und deren Heiligentiteln rekonstruiert und in die komplexe Baugeschichte […] Text vollständig lesen »
6. Mai 2026
Mirjam Schnorr: Prostituierte und Zuhälter im „Dritten Reich“. Zwischen Alltag, Maßregelung und „Ausmerze“
Die Studie untersucht, in welcher Weise Prostituierte und Zuhälter in der nationalsozialistischen Zeit kontrolliert, reglementiert, verfolgt und „ausgemerzt“ wurden. Auf der Basis intensiver Quellenstudien wurden 900 Lebensläufe ausgewertet und das staatliche sowie kommunale Handeln in den Städten Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart analysiert und verglichen. Teilweise waren Gesetze der Weimarer Republik bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs in Kraft. Gleichzeitig schuf der „Führerstaat“ zahlreiche neue und immer radikalere […] Text vollständig lesen »
Veranstaltungen
- Vortrag
Der englische König auf dem deutschen Thron. Die Transformation des Südwestens unter Richard von Cornwall (1257-1272)
Anlässlich der 73. Jahrestagung der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg hält Prof. Dr. Jörg Peltzer von der Universität Heidelberg den Vortrag „Der englische König auf dem deutschen Thron. Die Transformation des Südwestens unter Richard von Cornwall (1257-1272)“.
Richard von Cornwall (1209-1272), jüngerer Bruder König Heinrichs III. von England, Earl von Cornwall seit 1227 und römisch-deutscher König seit 1257, zählt zu den schillerndsten politischen Akteuren des 13. Jahrhunderts in Europa. Sein Wirken war Gegenstand eines großen von der British Academy im Rahmen einer Global Professorship finanzierten Forschungsvorhabens. Auf der Basis dieser Arbeiten geht der Vortrag den Folgen von Richards Königtum für den Südwesten des römisch-deutschen Reichs nach. Welche Rolle spielte Richard für die tiefgreifenden politischen Transformationsprozesse, die diese Region im 13. Jahrhundert neu gestalteten?
Alle Interessierten sind herzlich willkommen im Großen Rathaussaal um 20 Uhr.
- Tagung
Habsburg vor Arl und Fern. Was eine offene politische Landschaft im Innersten zusammenhielt
Diese internationale Tagung beschäftigt sich mit der territorialen Integration der habsburgischen Vorlande (Vorderösterreich). Zeitlich und regional differenziert werden Strukturen und Prozesse auf ihre einigende Wirkung hin untersucht: von der dynastisch-personalen Verklammerung über Verwaltungs- und Wirtschaftsstrukturen bis hin zu kirchlich-kulturellen Verflechtungen.
Ein ergänzender Blick auf Kriege und Krisen zeigt die Vorlande im „Stresstest“. So werden anhand eines zeitlichen Längsschnittes vom späten Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Phasen des Zusammenwachsens, des stabilen Zusammenhalts und auch der Desintegration in diesem ausgedehnten, komplexen Herrschaftsraum zwischen Alpen und Neckar, zwischen Vogesen und Lech sichtbar.
Die Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg veranstaltet die Tagung vom 23.09.2026 bis 25.09.2026 in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg, der Gesellschaft Oberschwaben und der Bauernschule Bad Waldsee. Anmeldung bis zum 06.09.2026 bei der Bauernschule Bad Waldsee oder über den QR-Code auf dem Flyer.
Publikationen
Die Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg veröffentlicht zwei wissenschaftliche Zeitschriften, Quelleneditionen, Monographien und Tagungsbände, Kabinettsprotokolle, biographische Nachschlagewerke sowie Einzeltitel zu verschiedenen Themen als Sonderveröffentlichungen
Zwischen Exzellenz und Expansion: Südwestdeutsche Wissenschaftspolitik von 1978 bis heute
Publikationen des MWK / Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW
In dem vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) geförderten Forschungsprojekt geht es um die Geschichte der Wissenschaftspolitik in Baden-Württemberg von 1978 bis heute. Während die bundesdeutsche Bildungs- und Wissenschaftspolitik für die Ära der hochschulpolitischen Aufbrüche der 1960er und frühen 1970er Jahre gut aufgearbeitet ist, fehlen für die Zeit danach quellenbasierte, zeithistorische Studien.
Der Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Universität Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr. Philipp Gassert greift in diesem Projekt das Forschungsdesiderat auf und strebt einerseits eine Gesamtdarstellung der baden-württembergischen Wissenschaftspolitik in ihrem nationalen und internationalen Kontext an.
Zum Fokusthema »Wissenschaftspolitik«

