Geschichte und Aufgaben

Die Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg ist eine nicht rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Sie hat die Aufgabe, Geschichte, Raum und Bevölkerung Südwestdeutschlands zu erforschen, wissenschaftliche Arbeiten auf diesen Gebieten zu fördern und die Ergebnisse zu verbreiten. Sie veröffentlicht Quellen und Darstellungen in Reihen- und Einzelwerken und gibt biographische und bibliographische Nachschlagewerke sowie mit ZGO und ZWLG zwei jährlich erscheinende, traditionsreiche Zeitschriften heraus. Darüber hinaus veranstaltet sie wissenschaftliche Symposien und Kolloquien zu wichtigen Themen der geschichtlichen Landeskunde Baden-Württembergs. Die Kommission begreift sich als wissenschaftliche Vereinigung, die ein Forum für die Epochen, Disziplinen und Institutionen übergreifende landeskundliche Forschung in Baden-Württemberg bietet.

Seit 2013 vergibt die Kommission in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg ein vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zur Verfügung gestelltes Sonderstipendium zur geschichtlichen Landeskunde Baden-Württembergs aus Mitteln der Landesgraduiertenförderung.

Die 1954 neugegründete Kommission für geschichtliche Landeskunde ist Rechtsnachfolgerin der Badischen Historischen Kommission (1883-1941), der Oberrheinischen Historischen Kommission (1941-1945) und der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte (1891-1954). Sie setzt sich aus höchstens 60 im Lande ansässigen und tätigen ordentlichen Mitgliedern und einer nicht begrenzten Zahl von korrespondierenden Mitgliedern aus Baden-Württemberg, anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland zusammen. Die ordentlichen Mitglieder werden auf Vorschlag des Gesamtvorstands, die korrespondierenden Mitglieder auf Vorschlag der Mitgliederversammlung vom Wissenschaftsminister bzw. von der Wissenschaftsministerin berufen.

Die Kommission wird von einem bzw. einer auf jeweils fünf Jahre von der Mitgliederversammlung gewählten Vorsitzenden geleitet. Die bzw. der Vorsitzende, sein(-e) vom Gesamtvorstand gewählte(-r) Stellvertreter(-in), die bzw. der Schriftführer(-in) sowie zwei weitere Mitglieder bilden den Engeren Vorstand, der wie der Gesamtvorstand (weitere acht Mitglieder) der Beratung vor allem des Arbeitsplans dient. Die einmal jährlich stattfindende Mitgliederversammlung fasst über den Arbeitsplan Beschluss. Sie wird traditionell als Abschluss der Jahrestagung durchgeführt, die an wechselnden Orten im Land veranstaltet wird. Feste Bestandteile der Jahrestagung sind der öffentliche Abendvortrag, der das interessierte Publikum vor Ort ansprechen soll, sowie zwei Arbeitsgruppensitzungen mit jeweils drei bis vier Vorträgen. Über dieses wissenschaftliche Programm informieren die Tagungsberichte der Kommission. Oft werden die Beiträge auch im folgenden Jahrgang der ZGO oder der ZWLG dokumentiert.

Finanziert wird die Kommission aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Rechtliche Grundlage ist die derzeit gültige Satzung vom 19. Dezember 1995 (W.u.F. 1996, Nr. 1-2, S. 5-7).

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Vorsitzende: Prof. Dr. Sabine Holtz
Stv. Vorsitzender: Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann
Schriftführer: Prof. Dr. Gert Kollmer-von Oheimb-Loup

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Schriftleitungen

Die beiden Zeitschriften sowie die vier biographischen Reihen werden von selbständigen ehrenamtlichen Schriftleitungen betreut.

Anfragen und Angebote werden an die nachfolgenden Adressen erbeten.

Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann
c/o Landesarchiv Baden-Württemberg
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe
Nördliche Hildapromenade 3
76133 Karlsruhe
E-Mail: wolfgang.zimmermann(AT)la-bw.de

Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte Prof. Dr. Peter Rückert
c/o Landesarchiv Baden-Württemberg
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 4
70173 Stuttgart
E-Mail: peter.rueckert(AT)la-bw.de

Lebensbilder aus Baden-Württemberg Dr. Rainer Brüning
c/o Landesarchiv Baden-Württemberg
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe
Nördliche Hildapromenade 3
76133 Karlsruhe
E-Mail: rainer.bruening(AT)la-bw.de
   und Dr. Regina Keyler
c/o Universitätsarchiv Tübingen
Wilhelmstr. 32
72074 Tübingen
E-Mail: regina.keyler(AT)uni-tuebingen.de

Baden-Württembergische Biographien
(Badische Biographien Neue Folge)
Dr. Fred L. Sepaintner
E-Mail: hubertus-sepaintner(AT)t-online.de


Württembergische Biographien Prof. Dr. Maria Magdalena Rückert
c/o Landesarchiv Baden-Württemberg
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg
Arsenalplatz 3
71638 Ludwigsburg
E-Mail: maria-magdalena.rueckert(AT)la-bw.de

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Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle ist zuständig für die Koordination und Durchführung des Publikations- und Tagungsprogramms.

Vorsitzende: Prof. Dr. Sabine Holtz (0711/212-4264)
Geschäftsführer: Dr. Uwe Sibeth (0711/212-4262)
Sekretariat: Ursula Esslinger (0711/212-4266)
Jutta Sigle (0711/212-4266)
Mitarbeiter/-innen: Dr. Boris Bigott (0711/212-4263)
Dr. Martin Furtwängler (0711/212-4267)
Dr. Dagmar Kraus (0711/212-4300)
Isabelle Löffler (0711/212-4261)
Wilma Romeis (0711/212-4260)
Postadresse: Eugenstr. 7, 70182 Stuttgart
Telephon: 0711/212-4266
Telefax: 0711/212-4269
E-Mail: Poststelle(AT)kgl-bw.de (Sekretariat),
sonst [Nachname](AT)kgl-bw.de

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Kooperationspartner

Die Kommission kooperiert zur Realisierung ihrer weitgespannten Aktivitäten mit einer Reihe von Einrichtungen und Vereinigungen:

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Literaturhinweise

  • Miller, Max, 70 Jahre landesgeschichtliche Forschungsarbeit. Bericht von der Tätigkeit der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte 1891-1954 und der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg 1954 bis 1961, in: ZWLG 21 (1962), S. 1-236.
  • John, Herwig, "Zur Förderung der Kenntnis der Geschichte des Großherzoglichen Hauses und des Badischen Landes". Die ersten fünf Jahrzehnte der Badischen Historischen Kommission, in: Meinrad Schaab (Hrsg.), Staatliche Förderung und wissenschaftliche Unabhängigkeit der Landesgeschichte. Beiträge zur Geschichte der Historischen Kommissionen im deutschen Südwesten, Stuttgart 1995, S. [173]-199.
  • Schaab, Meinrad, Die südwestdeutsche Landesgeschichte seit 1918 im Spannungsfeld zwischen staatlicher Förderung, Zeitströmungen und wissenschaftlicher Unabhängigkeit, in: Ebd., S. 1-127.
  • Schöntag, Wilfried, "Die Archivverwaltung ... war bisher bei der Erfüllung dieser Aufgaben von einer unzureichenden Organisation behindert." 25 Jahre Landesarchivdirektion: Bilanz und Perspektiven, in: Nicole Bickhoff (Hrsg.), Archivverwaltungen im Systemvergleich   ̶   gerüstet für die Zukunft?, Stuttgart 2002, S. 25-57, v.a. S. 31-40.
  • Schindling, Anton, Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, in: Revue d'Alsace 133 (2007), S. 149-165.
  • Krimm, Konrad, Eine große, alte Dame der Landesgeschichte: Die Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, in: Revue d'Alsace 133 (2007), S. 199-216.
  • Theil, Bernhard, Zwischen Hochschule und Geschichtsverein: die Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte (ZWLG) in den letzten fünfzig Jahren, in: Revue d'Alsace 133 (2007), S. 245-258.
  • Schönhagen, Benigna, Südwestdeutsche Landes- und Ortsgeschichte im Nationalsozialismus, in: Sönke Lorenz, Sabine Holtz und Jürgen Michael Schmidt (Hgg.), Historiographie   ̶   Traditionsbildung, Identitätsstiftung und Raum. Südwestdeutschland als europäische Region, (Ostfildern 2011), S. [151]-168.
  • Müller, Winfried, Treffen der Landeshistoriker in München und Tübingen. Bericht mit Anhang: Landesgeschichtliche Kommissionen und Institute, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 147 (2011), S. 483-512, hier: 487 f.
  • Rechnungshof Baden-Württemberg, Denkschrift 2012, [Beitrag Nr. 29:] Kommission für geschichtliche Landeskunde; zur weiteren Behandlung siehe den Ergebnisbericht 2015 sowie die Parlamentsdokumentation.
  • Rödel, Volker, Landesgeschichtliche Zeitschriften im deutschen Südwesten   ̶   Konzeptionen und Strukturen, in: Thomas Küster (Hrsg.), Medien des begrenzten Raumes. Landes- und regionalgeschichtliche Zeitschriften im 19. und 20. Jahrhundert, Paderborn (u.a.) 2013, S. 209-230.

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